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Fissurenversiegelung

Als Fissur (lateinisch: fissura  Spalte, Furche, Einschnitt) werden die Täler im Kauflächenrelief der Seitenzähne bezeichnet. Der Gegensatz hierzu sind die Berge die Höcker.

Die Zähne weisen meistens eine Hauptfissur auf, die in Längsrichtung der Zahnfläche verläuft und deswegen Längsfissur genannt wird. Dagegen bezeichnet man die vielen kleineren quer verlaufenden Fissuren als Querfissuren.

Entstehung der Fissuren

Die Mineralisationszentren der Zähne, das sind die Zonen, bei denen die Zahnhartsgewebsbildung beginnt, liegen im Bereich der späteren Höckerspitzen und Randleisten (Oberkanten der Kauflächen, die zu den jeweiligen Nachbarzahn zeigen). Von hier aus beginnt die Bildung des Zahnschmelzes noch vor dem Zahndurchbruch. Dieser breitet sich in alle Richtungen aus, bis zwei dieser Mineralisationsfronten aufeinander stoßen. Hier wird das Gewebe dann gestaucht und stülpt sich ein. Dadurch entstehen die Gräben und Trichter, die später auf der Kaufläche als Fissuren wahrzunehmen sind.

Fissurenkaries

Nach dem Zahndurchbruch können die Fissuren durch Mikroorganismen besiedelt werden. Da Fissuren manchmal sehr tief (bis zu 1 mm) und sehr schmal (50 µm) sein können, ist eine gründliche und effektive Reinigung oft unmöglich.

Kariesverursachende Bakterien (die Kariogene) können in die Fissuren eindringen, den an dieser Stelle dünneren Zahnschmelz angreifen und tief in die Krone eindringenden. Hier entsteht dann Fissurenkaries. Diesen kann man nur sehr schwer erkennen, da er von außen häufig nicht sichtbar ist. Die Schmelzoberfläche kann völlig intakt sein, was die zahnärztliche Diagnose durch die Enge der Fissuren zusätzlich erschwert. Auch Röntgenbilder sind meistens ungenau, da der dicke Schmelzmantel der Zahnkrone die Strahlung absorbiert und kleine Kariesstellen oft überschattet.

Deshalb kann der Zahnarzt bei kariesgefährdeten Personen kurz nach dem Zahndurchbruch die noch kariesfreien Fissuren versiegeln. Die geschieht  mit einem dünnflüssigen Kunstharz- oder Kompositmaterial (Fissurenversiegelung). Dadurch wird die Besiedlung durch die Mundflora zu verhindert. Ist die Fissur bereits mit Karies besiedelt, muss diese erst gereinigt und evtl. durch Beschleifen etwas erweitert werden.

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